4
Okt
2007

So geht das nicht!

Derzeit bin ich etwas besessen vom liebsten Getränk der InselbewohnerInnen. Es ist nur so: Immer dann, wenn ich gerade absolut keine Zeit habe, wird mir schwindlig bei dem Gedanken, was ich alles machen könnte/wollte/würde, hätte ich, woran es mir in diesem Moment fehlt.
Kaum schleicht sich so etwas wie ein dritter freier Tag ohne konkretes Reiseziel ein, ist es, als ob jemand versehentlich die Delete-Taste gedrückt hätte, was diese Liste angeht.
Tee trinken, halb krank sein oder sich vor Augen führen, wie mies das derzeitige ORF-Nachmittagsprogramm eigentlich ist, stand sicher nicht drauf.

Vielleicht sitzt aber auf meiner Liste einfach nur der Grippo, und morgen habe ich sie wieder. Der Grippo ist ein alter Bekannter von mir, der sich von meinen verlorenen Regenschirmen und fehlenden zweiten Socken ernährt und, wenn ihm langweilig wird, auch gerne Schabernack mit Reisepass, Führerschein oder Schlüsseln treibt. Ich verdanke ihm bereits viele Anektötchen und Schwänke aus meinem Leben, und auch die ein oder andere Zufallsbekanntschaft. Kürzlich musste ich allerdings lesen, dass der Grippo auch fremdgeht. Aus der dieswöchigen Falter-Sex-Kolumne zum Beispiel geht hervor, dass er jemandem mit seinen Späßchen zum Friday-Night-Beischlaf verholfen hat. Ich finde das gar nicht komisch! Meine Liste verstecken, und gar nicht heimlich kichernd hinter dem Kasten sitzen! Ja was soll denn das eigentlich? Grippo, wo bist du? Gib meine Liste wieder her!

Hat ihn wer von euch gesehen?

- Antonina